Einblatt welkt trotz feuchter Erde: Wurzelfäule oder Wurzeldruck?

· von Grace Rowe · 3 Min. Lesezeit

Einblatt welkt trotz feuchter Erde: Wurzelfäule oder Wurzeldruck?

Wenn Ihr Einblatt (Spathiphyllum) trotz feuchter, ja sogar nasser Erde die Blätter hängen lässt, dann steckt fast nie zu wenig Wasser dahinter. Meistens ist es genau umgekehrt: Wurzelfäule durch Staunässe oder ein verfilzter, wurzelgebundener Ballen, der einfach kein Wasser mehr aufnehmen kann. Für die Pflanze fühlt sich beides wie Durst an, dabei steht der Topf klatschnass da.

Warum welkt eine Pflanze, wenn die Erde doch nass ist?

Klingt widersprüchlich, ist es aber nicht. Wurzeln nehmen Wasser nur auf, wenn sie gesund sind und genug Sauerstoff bekommen. Zwei Situationen verhindern das:

So erkennen Sie den Unterschied

Anzeichen für Wurzelfäule

Anzeichen für verdichtete Wurzeln (Wurzeldruck)

So prüfen Sie es richtig

  1. Pflanze vorsichtig aus dem Topf heben, notfalls den Topf seitlich anklopfen, damit sich der Ballen löst.
  2. Wurzeln begutachten: Gesunde Wurzeln sind cremeweiß bis hellbraun und fühlen sich fest an. Faule Wurzeln sind dunkel, matschig, und riechen unangenehm, fast wie Kompost, der zu lange liegt.
  3. Ballen ertasten: Ist der Kern trocken, während außen alles klitschnass ist? Dann haben Sie es mit Verdichtung zu tun, nicht mit Fäule.

Was Sie jetzt tun sollten

Bei Wurzelfäule

Bei verdichteten Wurzeln

Vorbeugung für die Zukunft

Fazit

Ein welkendes Einblatt trotz feuchter Erde ist meist ein Hilferuf der Wurzeln, kein Zeichen für Wassermangel. Werfen Sie einen genauen Blick auf den Ballen: Dunkle, matschige Wurzeln sprechen für Fäule, ein trockener Kern unter nasser Oberfläche für Verdichtung. Mit rechtzeitigem Umtopfen, angepasstem Gießrhythmus und durchlässigem Substrat steht Ihr Einblatt meist schon nach wenigen Wochen wieder aufrecht da.

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